Bowling Tipps & Tricks: Der Bowling Anlauf

Beim Bowling Anlauf ist Timing alles!

Viele vernachlässigen ihren Bowling Anlauf. Denn sie denken eine gute Ballabgabe ist das Wichtigste für gutes Bowling Spielen. Aber das ist weit entfernt von der Wahrheit. Eine gute Ballabgabe kann nur vollzogen werden, wenn das Timing und die Bewegungen vorab auch passen. Und genau dafür ist unser Anlauf im Bowling gedacht. Durch die richtige Positionierung und Zielen wollen wir unsere Linie treffen. Doch das gelingt nur wenn wir uns vorab richtig bewegen und damit das richtige Timing für alle Bewegungen durch unseren Anlauf erzielen.

Es gibt unterschiedliche Anzahlen an Schritten beim Anlauf die genutzt werden können. Einen fünf, vier und sogar drei Schritte Anlauf. Es gibt dabei keinen „richtigen“ Anlauf, denn das daraus resultierende Timing ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich.

Bowling Anlauf Bild

Der drei Schritte Anlauf ist eher etwas für fortgeschrittene Bowling Spieler, da es einiges an Timing und Erfahrung erfordert. Zwischen dem vier und fünf Schritte Anlauf gibt es bis auf den einen zusätzlichen Schritt wirklich kaum Unterschiede. Letztendlich bleibt es euch überlassen wie viele Schritte ihr machen möchtet. Das Ziel dabei ist es euer Timing anzupassen mit dem Schwung des Balles nach hinten und der Ballabgabe nach vorne nach dem letzten Schritt.

Ich persönlich habe lange den vier Schritte Anlauf genutzt und bin mittlerweile zu einem fünf Schritte Anlauf gewechselt. Den vier Schritte Bowling Anlauf nutze ich hier als Grundlage für Erklärungen und gehe danach auf den fünf Schritte Anlauf an und warum ich gewechselt bin.

Der Vier Schritte Anlauf

Zuerst solltet ihr für einen vier Schritte Bowling Anlauf euch an die Foul Linie stellen mit dem Rücken zur Bahn und vier normale Schritte gehen. Am Ende macht ihr noch einen kleinen Schritt zusätzlich und schon habt ihr euren Abstand den ihr bis zur Foul Linie immer nutzen solltet. Bei mir ist es als Beispiel so, dass ich mit meine Zehenspitzen bei der zweiten Punkte Reihe im Anlauf etwa stehen würde.

An welchem Punkt wir stehen sollten haben wir nun geklärt. Also stelle ich meinen linken Fuß dort ab und meinen rechten Fuß ganz leicht versetzt hinter diesem. Beide Füße sollten aber direkt nebeneinander stehen und nicht Schulterbreit. Etwas was ich öfters gehört habe aber definitiv nicht gut ist. Dadurch das eure Füße nebeneinander stehen könnt ihr deutlich einfacher gerade aus laufen und das müsst ihr auch, um euer Ziel nicht zu verfehlen.

Der erste Schritt wird nun mit dem rechten Fuß gemacht und ist etwas kleiner wie ein normaler Schritt. Dabei bewegt ihr nicht nur euren rechten Fuß vor dem Linken beim Laufen. Zeitgleich bewegt Ihr euren rechten Arm leicht nach vorne, um den Bowling Ball in den Schwung zu bringen. Ich empfehle euch die linke Hand unter der rechten vorher zu haben, und damit das Gewicht des Balles zu halten. Wenn ihr dann den ersten Schritt macht, schwingt ihr den Ball ganz leicht nach vorne durch eure Körperbewegung, nehmt die linke Hand weg und lasst den Ball nach unten beziehungsweise nach hinten pendeln.

Auch wenn sich dieser Bereich gerade etwas kompliziert anhören mag, so ist er in der Ausführung relativ schnell umgesetzt. Besonders weil euer Körper sich automatisch an die Bewegung anpassen wird.

Der zweite Schritt ist etwa so groß wie der Erste und ihr bewegt euren linken Fuss leicht schräg nach links und auf keinen Fall vor dem Rechten. Der Ball wird sich dabei bereits in der Bewegung nach hinten befinden und ihr generiert gerade euren Schwung. Das ist der sogenannte Backswing im Bowling. Eure linke Hand sollte dabei sich nach links ausrichten. Das ist nicht damit ihr cool aussieht, sondern einfach zur Stabilisierung des Körpers und der Bewegung. Versucht dabei darauf zu achten eine gerade Schulterlinie zu behalten, welche parallel zur Foul Linie verläuft. Das hilft euch dabei beim Wurf der demnächst kommt nicht den rechten Arm in eine Richtung zu verreißen. Das führt im schlimmsten Fall dazu das ihr euer Ziel nicht trefft.

Der dritte Schritt ist der sogenannte Power Schritt. Dabei bewegt ihr den rechten Fuß gerade nach Vorne und geht ein wenig in die Knie. Der Ball an eurem rechten Arm wechselt nun von der Rückwärts in die Vorwärtsbewegung des Schwunges und ihr versucht nun diese Bewegung zu nutzen und den Schwung mitzunehmen. 

Und der vierte und letzte Schritt ist euer Gleitschritt. Ihr gleitet leicht mit dem linken Fuss in Richtung Foul Linie und leicht nach Rechts. Zeitgleich bewegt ihr den Rechten hinter dem linken Bein. Denn damit könnt ihr euren Bowling Ball ohne Probleme an euch vorbei schwingen und sauber auf die Bahn bringen. Im besten Fall ist der Ball sehr nah an eurem linken Bein aber das ist am Anfang nicht besonders wichtig. Ihr solltet hierbei definitiv versuchen nah an eurem Körper zu bleiben, damit eure Zielgenauigkeit immer konstant bleibt.

Der fünf Schritte Anlauf

Der fünf Schritte Anlauf ist vom Prozess her komplett identisch zu dem vier Schritte Anlauf im Bowling. Bis eben auf einem zusätzlichen Schritt am Anfang.

  • Ihr stellt euch an die Foullinie und lauft diesmal aber 5 Schritte und einen kleinen Schritt zusätzlich
  • Ihr stellt euch auf eurem Startpunkt, diesmal aber mit dem linken Fuß geringfügig weiter nach vorne als der Rechte, jedoch beide weiterhin parallel zueinander

Der Grund warum ich zu einem fünf Schritte Anlauf gewechselt bin ist das Timing. Ich habe bei dem vier Schritte Anlauf meinen Arm zu spät im Verhältnis zu meinem rechten Bein bewegt. Somit hatte ich sehr oft Probleme dann am Ende bei der Ballabgabe. Da meine Körperbewegungen nicht in dem richtigen Timing durchgeführt wurden habe ich sehr oft den Ball „verrissen“. Ich musste aufgrund des falschen Timings automatisch den Bowling Ball um das rechte Bein herumschwingen, da es beim Schwung nach Vorne im Weg war.

Mit dem Wechsel zu dem fünf Schritte Anlauf versuche ich mit dem ersten Schritt einfach meinem Körper und somit meinem rechtem Arm mehr Zeit für die Verarbeitung der Bewegungen zu geben. Das bedeutet der erste Schritt des fünf Schrittes Anlauf ist relativ klein und das Einzige was sich dabei bewegt ist der linke Fuß bzw. das linke Bein. Damit sagen wir unserem Körper: “ Jetzt geht es los“ und ab da ist es identisch mit dem vier Schritte Anlauf vom Ablauf und Timing her.

Brad und Kyle haben auf ihrem YouTube Kanal ein sehr gutes Video gemacht, wo Sie die Unterschiede genau zeigen.

Am Ende ist es natürlich euch überlassen welcher Anlauf zu euch passt. Probiert einfach beide mal ein wenig aus und entscheidet euch für den Anlauf, der euch am natürlichsten vorkommt!

 

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